Nocheinmal Liebe…

…Darüber habe ich die ganze Nacht irgendwie nachgedacht… wie die Liebe Gottes auch emotional erfahrbar sein kann..

Und irgendwie habe ich da wohl einen Knoten im Kopf.

Also die Liebe Gottes als etwas mystisches, als ein brennendes Herz, so wie es der Heilige Philipp Neri, oder die Hl. Teresa von Avila berichten.

Aber selbst bei diesen großen Heiligen war das kein Dauerzustand und auch nicht der Beginn der Beziehung…

Ich habe mir überlegt, wie denn die Liebe zu meinem Mann, zu meinen Kindern ist.

Da gibt es dieses warme Gefühl… egal was passiert… – ich weiss, ich liebe sie, auch wenn es sich nichtimmer so anfühlt…

Sicherheit…Geborgenheit…Heimat.

Und ja, dieses Gefühl, das kenne ich auch im Glauben.

Also ist es wohl nicht so weit von Liebe entfernt, auch wenn der Vergleich vielleicht etwas “hinkt”, aber als Mensch bin ich nun mal erst einmal grundsätzlich auf das menschliche Erleben beschränkt.

Und in dieser Beschränkung ist die Liebe Gottes auch jetzt schon erfahrbar…

Ich neige manchmal dazu, die Latte etwas zu hoch zu legen….

Ja, Gott liebt mich, und ich liebe ihn

Das die Erkenntnis nach dieser Nacht :-)

 

Halleluja

 

plakat

Ich bin liebenswert? Ich bin geliebt?

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Gott liebt mich…

…sagt er.

…sagt die Kirche

…steht in der Bibel

…glaube ich…

 

Ja, ich WEISS es sogar, weil ich GLAUBE, dass das, was in der Bibel steht wahr ist…

Aber, und nun kommt das Problem…

- wie kann ich das denn spüren?

Durch meinen Nächsten? Naja, manchmal

Durch das was ER getan hat an mir? – Auch

ABER

Dieses Gefühl von geliebt sein, angenommen zu sein, das ist schwer.

Das ist schon für normalo Katholik schwer…

Wie schwer ist das dann für jemand, der so sehr verletzt ist? Dem das Urvetrauen fehlt? Das Grundgefühl, geliebt und gewollt zu sein?

 

Gott liebt dich3

 

Wie schaffe ich, dass das was ich weiss und was ich glaube auch erfahrbar wird? Diese Liebesbeziehung mit Gott?

Im Schatzkästchen steht der Liebesbrief Gottes an MICH.

Ich habe keine Antwort darauf, wie ich diese Liebe spüren kann.

Manchmal, da habe ich so eine Ahnung, ein kleines Aufblitzen eines Gefühles…

Aber ich habe mir sagen lassen, dass sei normal, dass diese Liebe eben so schwer greifbar und erfahrbar sei…

Hmmm, …

Ich bete immer: “Herr, liebe mich, zeig mir deine Liebe, dass ich sie spüren und erfahren kann… und dass ich dann weiter lieben kann.”

Irgendwie keine kluge Antwort…nur Gedankensplitter….

 

Was bleibt aus der DBT?

Ich habe mal nachgedacht, was aus der DBT ich immer noch (unbewusst) anwende

da ist mir eingefallen

 

- gefühlsprotokoll

-skillen, klar

- spanungskurve

- pro konta

-prioritäten

- zieleffektivitäten

 

ich glaube, das ist so in meiner struktur verwoben, das krieg ich nicht mehr raus.

 

Auch das wahrnehmen, benennen und beschreiben ist stark ausgeprägt nach wie vor

 

was ich nicht mehr mache sind die meditativen übungen, die habe ich durch jesusgebet und rk ersetzt, meine affirmationen nhaben sich verändert und der umgangmit negativen mythen.

 

Ich merke aber, dass ich auch in meinem katholischen glauben, und im rahmen des glaubens (ohne ausflüge ins ZEN) schematisch sehr DBTlerin bin, um das mal so zu sagen.

Ich hatte ja mal vor langer zeit ein posting geschrieben, in dem ich mich von der dbt distanziert habe. was auch gut und wichtig war, weil einige dinge für mich so nicht gingen und auch nicht mehr gehen. Aber all diese Jahre haben mich geprägt, und ich erkenne jetzt, 6 Jahre später die früchte und die ressourcen, die ich bis heute nutze.

Nur sehe ich die heute “nicht wertend”, weil ich nicht mehr “drin” bin, sondern relativ gefestigt in meinem weg und ich das ganze vielleicht etwas objektiver sehen kann.

Das ZEN Zeugs ist mir immer noch etwas suspekt, aber ich sehe durchaus die möglichkeiten der therapie, denn ich musste auch die grenzen der seelsorge erfahren. Ganz wie es in der bibel steht: “Das Gute behaltet”, und ich denke, da bin ich auf einem guten weg

Fromm? oder doch nicht fromm genug?

Das habe ich mich manchmal gefragt.

Bin ich nicht fromm genug, dass es irgendwie “ganz aufhört”?

Nun ja…

Also eins ist klar…

Glauben heisst nicht : “Ich bin im Halleluja Himmel”

Glauben heisst für mich “Hoffnung haben” – “Ein DU haben” – “nicht allein sein”….

Glauben ist die Wirklichkeit der Erlösung in meiner (manchmal recht besch***) Realität des Alltags.

Glauben heisst: In meinem Alltag immer wieder innezuhalten, festzuhalten…

Irgendjemand hat mal gesagt, dass wir Christen nicht sonderlich erlöst aussehen.

Ich fühle mich nicht mal immer sonderlich erlöst.

ABER, und das ist das Wichtigste: Ich WEISS, dass ich erlöst bin.

Das ist eine tiefe Wahrheit.

Ich muss nicht immer wie ein “Halleluja Schlumpf” als Lobpreiser vorm Herrn rumlaufen.

Ich darf Ringe, ich darf Zweifeln, ich sündige auch.

Dafür bin ich Mensch, dafür bin ich auf dem Weg.

Aber MIT IHM und auf IHM hin.

Bin ich nicht fromm genug, wenn ich manchmal *
*
*
*
*
*Schn**d*druck habe? Ich glaube nicht. EIn sehr kluger Mann hat einmal ewas von der Spannung zwischen Ideal und meiner Realität gesagt.

Und da befinde ich mich.

Und in dieser Spannung, da DARF ich so sein, wie ich bin – auch mit diesen Dingen. Und in diese Spannung hinein kommt ER selber, ER setzt sich dem aus, ER setzt sich uns aus.

Und so “sitze” ich meinen Schneidedruck unter Gebrülle, manchmal mit Rebellion, mit Tränen und was weiss ich ab. Aber MIT IHM.

Und das ist das wirklich Neue, und das wirklich befreiende für mich.

Ich weiss nicht, ob das fromm ist.

Aber es ist meine Beziehung mit meinem Gott.

Und die hat mich mittlerweile in eine solche Freiheit geführt, dass es nicht mehr so wichtig ist, ob ich der Vorstellung “wie ein frommer Mensch zu sein hat” entspreche.

Ich bin wer ich bin, und ich versuche ehrlich vor dem Herrn da zu stehen.

Vielleicht ist es egal, ob das nun fromm ist, es ist halt einfach ehrlich.

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Borderline und trotzdem Christ sein?

Geht das überhaupt?
Wie ist das denn mit der Heilung?

Das sind Fragen, die mir immer wieder für mich selber begegnen.

Bin ich ein schlechter Christ, wenn ich noch nicht ganz “heil” bin? Wenn bestimmte Dinge, besonders im Bereich der PTBS immer wieder mal zurück kommen?

Bin ich “unheil” wenn ich SVV Gedanken habe?

Ich würde das für mihc nicht so sehen.

Glauben, das ist was lebendiges, das ist ein Weg.

Und sicher kam die “grosse Heilung”, wenn man das so sagen will, mit einem Knall :-)

Na schmarrn, aber es war schon ein signifikanter Einschnitt in meinem Leben.

Und wenn ich heute, 6 Jahre später zurückblicke, dann würde ich sagen, dass es in erster Linie das Geschenk des Glaubens war.

Und trotzdem bin ich immer noch ich.

Klar, wie sollen den alten Menschen ausziehen, wie Paulus das so schön sagt.

Aber soooo einfach ist das auch wieder nicht (immer)…

Ich glaube, Borderline und trotzdem Christ, so rum wird das nichts

Aber Christ sein, trotz oder mit Borderline, das geht schon eher.

Denn für mich immer noch wichtig an dem ganzen ist die Identitätsfrage.

Und da ist es dann schon ein Unterschied, was ich vorne an stelle…

Soviel “Gedankensplitter” für jetzt