Grundlegendes

Allgemeines

Bevor Ihr hier beginnt, Euch tiefer mit dem Weg der Inneren Heilung auseinanderzusetzen möchte ich Euch ein paar grundlegende Dinge an die Hand geben.

Es gibt einen Skill, der heisst: “Sich für einen neuen Weg entscheiden”.

Das gilt es auch hier.Es ist ein “anderer Weg”. Kein so sehr therapeutischer Weg. Einer, der Dir von keiner Krankenkase bezahlt wird.

Aber es ist auch ein Weg, der ein gewisses Maß an “dran bleiben”, an “Disziplin” erfordert.

Ich weiss noch, wie mir das zu Beginn schwer gefallen ist. Da kam mir meine Therapieerfahrung zugute, in der ich gelernt habe, “der Sache” ein Jahr Zeit zu geben. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. (aber alle Wege führen nach Rom *g*)

Was ich als das “T” innerhalb des Ausdruckes “DBT” definiert habe, die Treue, das ist ein wesentlicher Aspekt.

Denn der Weg mit Gott ist ein Weg der Beziehung. Das mag sehr kompliziert klingen, für Menschen, denen man nachsagt, sie seien nicht beziehungsfähig. Aber wir führen diese Beziehung auch nicht innerhalb der menschlichen Grenzen, was es doch wieder möglich macht. Und noch eines gehört zu der Treue.

Die Treue zur Lehre. Ich selber bin katholisch. Und dementsprechend versuche ich mein Leben innerhalb der Lehre dieser Kirche zu leben. Natürlich ist es heute nicht unbedingt “in”, katholisch zu sein- ach wüssten nur alle, wie frei das machen kann.

Es wird auch immer gesagt, Bordis bräuchten Struktur. Und eben diese Struktur biete die Kirche. So tun wir gut daran, uns innerhalb dieser Struktur zu bewegen. Eine Struktur, die einen sicheren Rahmen gibt, eine gerade Linie. Das ist schwer, vor allem in Kriesenzeiten. Und immer innerhalb der Linie zu bleiben ist vielleicht nicht realistisch. Aber sich an dieser Linie zu orientieren, immer wieder zurückzukehren.

Wovor ich absolut warnen möchte ist das vermischen von Spirituellem. Also ein bisserl ZEN hier, ein bisserl hidu da, Naturgeschichten und das ganze zusammenmischen und in den katholischen Kochtopf werfen. Das tut nicht gut. Das ist willkürlich. Das ist, als ob man indisch kocht, mit ein bisserl asiatischen Gewürzen und dazu Käsespätzle serviert. Das schmeckt dann nicht mehr. Da entfaltet sich das “Aroma” nicht mehr.

Ihr mögt vielleicht manches, was die Kirche lehrt nicht annehmen können oder wollen. Vielleicht weil Ihr eine andere Meinung habt.Ich bitte Euch hier, den Versuch zu starten, Euch darauf einzulassen. Denn die “heissen Eisen” der Kirche,sie tun in dem Zusammenhang überhaupt nichts zur Sache. Und so bitte ich Euch, Euch davon nicht abhalten zu lassen, nicht abzuschweifen, sondern wirklich auf das zu schauen, was Wesentlich ist.

Nur so kann es gelingen.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr in der Begegnung mit Jesus Heilung erfahren dürft. Und ich werde auch immer für alle beten, die hier mitlesen

Eure Thora

Zum Thema “Seelsorge / geistliche Begleitung

Ich rate auf jeden Falle jedem von Euch, einen geistlichen Begleiter / Seelsorger zu suchen. Denn gerade wenn die Symptome noch sehr ausgeprägt und der Leidensdruck sehr gross ist bedarf es der liebevollen Begleitung. Aber auch darüber hinaus, im Wachsen dürfen.

Christliche Seelsorge ist nicht in erster Linie “fachliche” Therapie,  sondern vetraut in erster Linie auf die Führung des Heiligen Geistes. Daher sind Basics bzgl. Therapie und Krankheit zwar manchmal wünschenswert (manchmal aber auch hinderlich), in jedem Fall aber untergeordnet dem Wirken des Geistes.

Über die Grenzen der Seelsorge

Meist sind Seelsorger nicht therapeutisch ausgebildet. Und, das muss man auch klar sagen: Nicht alle Psychischen Erkrankungen können rein seelsorgerisch begleitet werden. Es gibt Grenzen, in denen Ärzte und Therapeuten auf jeden Fall notwendig sind. Wünschenswert wäre da allerdings eine engere Zusammenarbeit und Aufgeschlossenheit.

Ausserdem arbeiten Seelsorger meist ehrenamtlich. Diese Art der Begleitung wird auch nicht von der Kasse bezahlt. Wobei so eine “Aus Zeit im Kloster” oder die Teilnahme an “Exerzitien” oft viel sinnvoller als die soundsovielte Therapie wären. Hier ist definitiv ein Bedarf zum Umdenken. Denn solche Klosterzeiten und Einkehrtage kosten bekanntlicherweise (nicht immer wenig).

Und der zweite Punkt ist, dass Klöster und geistliche Gemeinschaften zum Teil von vorne herein bestimmte “Ausschlussdiagnosen” haben, unter deren Vorraussetzung die Teilnahme an Einkehrtagen nicht möglich ist. Warum? Weil sie den Rahmen sprengen würden.

Und das ist oft eine schmerzhafte Erfahrung, sollte man doch annehmen, dass in der Kirche ein Plätzchen für jeden ist.

Nun, das ist die Realität, in der wir heute stehen.

Wichtig ist beides – Therapie und geistliche Begleitung. Es wird aber auch offensichtlich, wo die Lücke ist, wo Bedarf besteht. Ein Teilziel dieses blogs ist es sicherlich, auf diese Lücke aufmerksam zu machen, versuchen, in der Hinsicht neue Wege zu gehen. Und vielleicht, vielleicht wird mein ganz persönlicher Herzenswunsch ja irgendwann wahr und es gibt eine katholische Therapieform….. (*hoff*; *bet*…)

1 Kommentar auf “Grundlegendes

  1. …ich freue mich über diesen Beitrag und unterstütze euch gerne auch im Gebet.
    Ich kenne die HAGIOTHERAPIE als ergänzende Therapieform: die Hagioassistenten müssen tief im Glauben stehen, von den hilfesuchenden Personen wird das nicht verlangt. Die Hagiotherapie als Bereich der anthropologischen Medizin ist für alle Menschen da, sie stärkt die geistliche Dimension des Menschen und führt so auf einen WEG zur geistlichen Gesundheit…

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