Fromm? oder doch nicht fromm genug?

Das habe ich mich manchmal gefragt.

Bin ich nicht fromm genug, dass es irgendwie “ganz aufhört”?

Nun ja…

Also eins ist klar…

Glauben heisst nicht : “Ich bin im Halleluja Himmel”

Glauben heisst für mich “Hoffnung haben” – “Ein DU haben” – “nicht allein sein”….

Glauben ist die Wirklichkeit der Erlösung in meiner (manchmal recht besch***) Realität des Alltags.

Glauben heisst: In meinem Alltag immer wieder innezuhalten, festzuhalten…

Irgendjemand hat mal gesagt, dass wir Christen nicht sonderlich erlöst aussehen.

Ich fühle mich nicht mal immer sonderlich erlöst.

ABER, und das ist das Wichtigste: Ich WEISS, dass ich erlöst bin.

Das ist eine tiefe Wahrheit.

Ich muss nicht immer wie ein “Halleluja Schlumpf” als Lobpreiser vorm Herrn rumlaufen.

Ich darf Ringe, ich darf Zweifeln, ich sündige auch.

Dafür bin ich Mensch, dafür bin ich auf dem Weg.

Aber MIT IHM und auf IHM hin.

Bin ich nicht fromm genug, wenn ich manchmal *
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*Schn**d*druck habe? Ich glaube nicht. EIn sehr kluger Mann hat einmal ewas von der Spannung zwischen Ideal und meiner Realität gesagt.

Und da befinde ich mich.

Und in dieser Spannung, da DARF ich so sein, wie ich bin – auch mit diesen Dingen. Und in diese Spannung hinein kommt ER selber, ER setzt sich dem aus, ER setzt sich uns aus.

Und so “sitze” ich meinen Schneidedruck unter Gebrülle, manchmal mit Rebellion, mit Tränen und was weiss ich ab. Aber MIT IHM.

Und das ist das wirklich Neue, und das wirklich befreiende für mich.

Ich weiss nicht, ob das fromm ist.

Aber es ist meine Beziehung mit meinem Gott.

Und die hat mich mittlerweile in eine solche Freiheit geführt, dass es nicht mehr so wichtig ist, ob ich der Vorstellung “wie ein frommer Mensch zu sein hat” entspreche.

Ich bin wer ich bin, und ich versuche ehrlich vor dem Herrn da zu stehen.

Vielleicht ist es egal, ob das nun fromm ist, es ist halt einfach ehrlich.

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Psalm 1 (20.2.13)

Ich fange an, hier die Psalmen zu zählen :-)

 

Psalm 1

Herr mein Gott, zu Dir schreie ich

erhöre doch mein Flehen

Ich allein kann nichts

Meine Kraft ist zu Ende

Ach wär ich doch nie geboren

Des Alltags Last erdrückt mich

Doch Herr, wohin soll ich gehen?

Du allein hast Worte ewigen Lebens

Und scheint mit das Kreuz auch zu gross

Das Leben nicht mehr lebenswert

Du liebst mich und meinst es gut mit mir

Du hast Pläne des Heiles

Darauf bau ich

darauf vertrau ich

Dafür danke ich Dir

Du mein Herr und mein Gott

 

Soviel zum Thema Tagesimpuls.

Blöder Morgen heute, blöde Zeit, blöde Situation

Der Herr beschenkt mich so reich

und doch passt am Wesentlichen etwas nicht.

Was also kann ich tun?

Immer und immer wieder alles zu IHM bringen

Ich kann die Situation nicht ändern

Kann weder Gefühle backen noch Geld drucken

Ich kann nur das meine tun

und nicht einmal das gelingt im Moment

Ich kann nur wieder und wieder um Beistand flehen

Wie gut, dass ich nicht alleine bin……

Totz allem, und gerade weil.

CREDO

Praxislösung Psalmen

Warum sind Psalmen eine so gute Praxislösung?

Es gibt da zwei Möglichkeiten.

Einen PSalm aus den 150 Psalmen der Bibel zu lesen, zu meditieren…

Oder einen eigenen Psalm zu schreiben.

Mir hat das immer sehr geholfen.

Und was ist jetzt das absolkut geniale an den Psalmen?

Wenn wir die Bibel betrachten…

Oh Ja, die Psalmisten, die waren ehrlich, die haben kein Blatt vor den Mnd genommen in ihrem Klagen, schreien und ringen…

Und doch, am Ende eines jeden Psalms (oder im letzten Psalm einer Folge), da richtet der Psalmist den Blick auf den Herrn. Auf seine Größe

Und er kann trotz allem einstimmen in Dank und Lobpreis.

Das ist etwas völlig Neues für mich gewesen.

Nicht im eigenen stecken zu bleiben.

Den Blick weg von mir und meinem Gefühlswirrwarr.

Hin zum Herrn, der meine Hoffnung und meine Stärke ist.

Ich möchte am Ende anfügen, ein Abschnitt aus dem

“BALU Psalm” (warum der so heisst ist was Persönliches)